Hier, was gehtn bald ab?

Am Rande eines Hochdruckgebietes über Westrussland fließt kühle Luft ein. Am Dienstag schwächt sich der Hochdruckeinfluss allmählich ab und nachfolgend ziehen von Westen immer wieder Tiefausläufer durch.

WIND: In der Nacht zum Dienstag in exponierten Berglagen zeitweise Windböen bis 60 km/h (Bft 7) aus Ost. Am Dienstag im Tagesverlauf nachlassend. Am Mittwoch und in der Nacht zum Donnerstag in Gipfellagen einzelne Windböen um 55 km/h (Bft 7) aus Süd bis Südwest gering wahrscheinlich.

FROST: In der Nacht zum Dienstag im nördlichen Bergland vereinzelt leichter Frost um -1 Grad gering wahrscheinlich.

In Hochlagen einzelne starke Böen. In ungünstigen Lagen im Norden leichter Frost.

In der Nacht zum Dienstag oft gering bewölkt, teils klar, stellenweise Nebel oder Hochnebel nicht ausgeschlossen. Niederschlagsfrei. Tiefstwerte zwischen 6 und 1 Grad, in Tallagen des nördlichen Berglands vereinzelt leichter Frost bis -1 Grad. Bevorzugt in Nordhessen gebietsweise leichter Frost in Bodennähe möglich. Schwacher bis mäßiger Ostwind, in Kammlagen stark böig.

Am Dienstag zunächst teils stark bewölkt, teils heiter oder sonnig. Am Nachmittag aus Südwesten dichtere Bewölkung und vereinzelt etwas Regen, im Nordosten noch heiter und niederschlagsfrei. Höchsttemperaturen zwischen 11 und 15 Grad, im höheren Bergland um 9 Grad. Schwacher bis mäßiger Wind aus Südost. In der Nacht zum Mittwoch zunehmend stark bewölkt bis bedeckt und zeitweise Regen. Abkühlung auf 9 bis 4 Grad.

Am Mittwoch überwiegend stark bewölkt oder bedeckt und zeitweise Regen. Höchstwerte zwischen 9 und 13 Grad, auf der Wasserkuppe 7 Grad. Schwacher bis mäßiger Wind aus Südwest, exponiert stark böig auffrischend. In der Nacht zum Donnerstag wechselnd bis stark bewölkt und von Westen nachlassender Regen. Tiefstwerte zwischen 7 und 3 Grad.

Am Donnerstag wechselnd bis stark bewölkt und zeitweise Regen. Höchsttemperaturen zwischen 10 und 14 Grad, im höheren Bergland um 8 Grad. Mäßiger bis frischer Wind aus Südwest, dabei vor allem im Bergland starke bis stürmische Böen, zum Abend nachlassend. In der Nacht zum Freitag zunehmend stark bewölkt bis bedeckt und aufkommender Regen. Tiefsttemperaturen zwischen 8 und 4 Grad.

Letzte Aktualisierung: 19.10.2026 - 20:43 Uhr

Unn, danach unn so?

Unn, danach unn so?

Jeden Tag um 13 Uhr folgt hier ein Blick auf die synoptische Mittelfrist in Hessen, Deutschland und Europa. Sie zeigt mögliche Wettertrends etwa von Tag 3/4 bis Tag 7–10. Gerade in diesem Zeitraum kann sich die Entwicklung aber noch deutlich ändern – manchmal schon innerhalb von ein oder zwei Tagen.

Turbulenter Wetterwechsel mit Wind und Regen

Der Wechsel zu einem unbeständigen, windigen Witterungsabschnitt bis mindestens Anfang nächster Woche gilt als weitgehend gesichert. Deutlich unsicherer sind derzeit allerdings noch die genauen Zugbahnen und die Intensitäten zweier Sturmtiefs, die Deutschland zwischen Freitag und Montag überqueren sollen. Entsprechend groß sind die Vorhersageunsicherheiten bei der räumlichen Verteilung von stürmischen Böen und kräftigen Regenfällen.

Das zuvor wetterbestimmende Hoch hat sich nach Nordosteuropa zurückgezogen und macht den Weg frei für Tiefdruckgebiete vom Atlantik nach Mitteleuropa. Am Donnerstag gelangt zunächst etwas kühlere Meeresluft nach Deutschland, die vor allem in der Nordwesthälfte Schauer und vereinzelte Gewitter auslöst. Auf den Berggipfeln sowie an der Küste treten dabei bereits stürmische Böen auf.

Am Freitag greift von Westen her das erste Sturmtief auf Mitteleuropa über. Nach aktuellen Berechnungen erfasst das dazugehörige Sturmfeld den Westen sowie die Mitte Deutschlands und damit auch Hessen. Im hessischen Tiefland muss mit stürmischen Böen, örtlich auch mit Sturmböen gerechnet werden, während in den Hochlagen der Mittelgebirge schwere Sturmböen möglich sind. Ein rasch durchziehendes Regenband bringt verbreitet Niederschlag, wobei in Staulagen der Mittelgebirge eng begrenzt auch warnrelevante Regenmengen nicht ganz auszuschließen sind.

Nach einer vorübergehenden Trogpassage mit Schauern am Samstag deutet sich für den Sonntag und die Nacht zum Montag das nächste Sturmtief an. Hier zeigen die Prognosemodelle jedoch noch große Differenzen: Eine Variante sieht das Sturmfeld vor allem über der Südhälfte und Teilen der Mitte Deutschlands, während ein anderes Modell eine potenziell flächendeckende Sturmlage für ganz Deutschland berechnet. Sollte Hessen voll erfasst werden, wären bis in tiefe Lagen stürmische Böen, vereinzelt Sturmböen und auf den Gipfeln schwere Sturm- bis Orkanböen denkbar.

Am Montag deutet sich für den Westen Deutschlands und Hessen nach aktuellem Stand eine Wetterberuhigung an, sodass es hier meist trocken bleibt und sich längere sonnige Abschnitte zeigen können. Im weiteren Verlauf des späteren Vorhersagehorizonts steigen die Temperaturen in der Höhe voraussichtlich an. Ob sich dabei eher eine milde, unbeständige Westlage oder erneut ein blockierendes Hoch über Mitteleuropa durchsetzt, ist unter den Modellberechnungen derzeit noch völlig offen.

Unterm Strich steht Hessen ein wechselhafter und phasenweise windiger bis stürmischer Witterungsabschnitt bevor. Zwar reicht der Regen nicht aus, um das bestehende Niederschlagsdefizit auszugleichen, doch wiederkehrende Regenfälle und zeitweise stürmische Winde sorgen ab Freitag für typisches Herbstwetter.

Letzte Aktualisierung: 19.10.2026 - 12:59 Uhr